Smartwach und Fitnessarmband in Einem: Apple Watch

Mit Spannung wurde die Vorstellung der neuen iPhones in der vergangenen Woche erwartet und dann gab es noch eine Produktneuheit aus dem Hause Apple, mit der zuvor kaum jemand gerechnet hatte. Die Apple Watch wurde vorgstellt und Apple will mit diesem Produkt unter anderem den Markt für Fitnessarmbänder und Aktivitätstracker revolutionieren.

Auf der Vorstellung klang das Ganze – wie man es von Apple gewohnt ist – auch sehr vielversprechend. So wird es die Uhr in zwei verschiedenen Größen und drei verschiedenen Modellen „Watch“ Watch Sport“ und „Watch Edition“ geben. Bei ersterem ist das Gehäuse aus Edelstahl und wahlweise in Space Black oder Saphirglas verfügbar. Die Watch Sport zielt eher auf den sportlichen Alltagsgebrauch ab, da das Gehäuse dort aus eloxiertem Aluminium mit einem gehärteten Ion-X-Glas besteht, so dass die Uhr etwas mehr aushält ohne gleich zu zerkratzen. Die „Watch Edition“ ist die hochwertigste Uhr aus der Serie. Diese besteht aus einem extra harten, 18 Karat Gelbgold oder Roségold. Die meisten Fitnessfreunde werden sich vermutlich für die Sport Variante entscheiden.

Natürlich wird es zahlreiche spezielle Apps für die Uhr geben, so navigiert euch die Karten-App ganz einfach zu Fuß zu eurem Ziel und meldet am Handgelenk etwaige Richtungsänderungen an. Per Sprachsteuerung oder vorgefertigter Texte könnt ihr auf Nachrichten antworten und die Uhr lässt sich zudem beispielsweise als Fernbedienung für Apple TV oder die Kamera eures iPhones bedienen. Aber da wir uns hier ja auf Fitnessarmbänder beschränken wollen, nun zu den Fitnesstracker-üblichen Funktionen:

Mit der Apple Watch bekommt ihr ein vollständiges Bild all eurer täglichen Aktivitäten. Sie erfasst eure zurückgelegten Schritte und die zurückgelegte Strecke, zeigt euch an wie viel Zeit ihr am Tag stehend/sitzend verbringt und misst auch die Qualität eurer Bewegungen – also ob ihr langsam spazieren geht oder schnell rennt. Durch die drei Aktivitätsringe auf der Uhr könnt ihr direkt euren jeweiligen Tagesfortschritt sehen und werdet so motiviert, das Tagesziel zu erreichen. Ein Feature, über welches die wenigsten Fitnessarmbänder von Haus aus verfügen ist die Möglichkeit euren Puls zu messen. Dieser wird durch Sensoren und Fotodioden an der Unterseite der Uhr gemessen und so bei der Errechnung eures Kalorienverbrauchs berücksichtigt.

Negativ anzumerken ist allerdings die Akkulaufzeit. Durch die unzähligen Funktionen der Uhr hält der Akku laut Hersteller einen Tag, so dass ihr sie quasi jeden Abend wieder aufladen müsst. Dies geschieht ähnlich wie bei den MacBooks durch einen Magnetanschluss, den ihr einfach auf der Rückseite der Uhr anbringt. Die Aufladung erfolgt dann über Induktion. Die genaue Preisgestaltung hat Apple allerdings ebenfalls noch nicht mitgeteilt, die günstigsten Armbänder beginnen Preislich allerdings bei 349$ (üblicherweise wird der Preis in Deutschland einfach 1:1 umgerechnet, also kann man hierzulande mit Preisen ab 349€ rechnen). Das genaue Erscheinungsdatum ist ebenfalls noch nicht öffentlich, angekündigt sind die Smartwatches aber für Anfang 2015. Auf der Vorstellungsveranstaltung in der vergangenen Woche konnten die Pressevertreter die Uhr zwar schon umlegen, diese spielte allerdings lediglich ein Video über die wichtigsten Funktionen ab. Hier gibt es also für Apple noch ein bisschen Arbeit vor der endgültigen Veröffentlichung!

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